Neowerk

Mittlerweile verbraucht die Menschheit natürliche Ressourcen im Wert von 1,5 Planeten pro Jahr. Leben wir weiter wie bisher, benötigen wir 2031 zwei Erden, um unseren Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. (Living Planet Report, 2014) 
Im Mittelpunkt unseres Alltags steht unsere Wohnsituation. Der heutige technologische Fortschritt ermöglicht es uns, Lebensräume mit dem Konzept der Nachhaltigkeit zu gestalten und zu einem Bewusstseinswandel anzuregen.
Woher kommen das Wasser und die Energie, die wir verbrauchen? Und wie viel verbrauchen wir täglich? Zu diesem Zweck ist ein aktives und passives Energiesparhaus geplant. Um den 

Bewusstseinswandel anzuregen werden die Wohnräume transparent und erfahrbar gemacht. Offen liegende Rohre und Leitungen, integrierte Wasserstandanzeigen, sowie digitale Displays, verbunden mit der Smart Home Technologie, unterstützen die Transparenz und sollen dem Bewohner das tägliche Konsumverhalten aufzeigen. Durch die aktive Nutzung und Speicherung von Solarenergie wird das Haus zum Selbstversorger. Des Weiteren wird Energie aus Pflanzen gewonnen, diese sich in kleineren Gadgets wieder spiegelt und dem Bewohner erfahrbar macht. Großzügige Glasflächen und die Verwendung von natürlichen dekorativen Grasbeschichtungen sorgen dafür, dass sich das Haus auch von innen dem Umfeld außen anpasst. In der Gestaltung des Innenraums spielen wir mit temporären Nicht-Vorhanden-Sein und der Möglichkeit der Nutzung.
Wir kreuzen zeitgemäßes und reduziertes Design mit der zum Ursprung zurückführenden Funktionalität, ohne Verzicht und mit Befriedung jeglicher menschlicher Bedürfnisse. Basierend auf der Theorie des Neo-Materialismus, ist unser Ziel, dass der Mensch sich dem Anthropozentrismus entfernt und aktiv mit seiner Umwelt lebt. 

 

Konzept: Carina Frings, Ingmar Hartwig, Philipp Treige